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ACT-Charta
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Geschichte der ACT- Charta

Als international führende Stimme für Kinder mit lebenslimitierenden Erkrankungen etablierte sich die ACT, eine Vereinigung des Royal College of Paediatrics and Child Health UK, die 1997 den Grundstein für eine palliative Versorgung gelegt haben.

Daraus entwickelte sich eine Leitlinie, die für die Versorgung von sterbenden Kindern anerkannt ist. Als Kernaussagen fallen der respektvolle ehrliche Umgang und eine gegenseitige Offenheit ins Gewicht. Die Privatsphäre des Kindes und seine soziale Integration (z.B. Schulbesuche) sind trotz Erkrankung möglich und wünschenswert.

Je nach Entwicklungsstand des Kindes soll eine Mitentscheidung über die eigene Pflege und allen Therapien stattfinden. Zugangsmöglichkeiten für die Familien zu Spezialisten oder Entlastungsangebote werden dargelegt und eine intensive Trauerbegleitung bis über den Tod hinaus bilden die Basis. Seit 2007 wurde die ACT-Charta im IMPaCCT- Statement der EAPC beim Treffen in Trento weiterentwickelt, sie bilden heute den Standard der pädiatrischen Palliativversorgung in Europa.

Was heißt das genau?

Unter Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen versteht man die aktive und umfassende Versorgung, die Körper, Seele und Geist des Kindes gleichermaßen berücksichtigt und die Unterstützung der betroffenen Familie gewährleistet.

Sie beginnt mit Diagnosestellung und ist unabhängig davon, ob das Kind eine Therapie mit kurativer Zielsetzung erfährt. Es ist Aufgabe der professionellen Helfer, das Ausmaß der physischen, psychischen wie sozialen Belastung des Kindes zu erkennen und zu minimieren.

Wirkungsvolle pädiatrische Palliativversorgung ist nur mithilfe eines breiten multidisziplinären Ansatzes möglich, der die Familie und öffentliche Ressourcen miteinbezieht. Sie kann auch bei nur geringen Ressourcen erfolgreich implementiert werden. Pädiatrische Palliativversorgung kann in Krankenhäusern der höchsten Versorgungsstufe, auf kommunaler Ebene und zu Hause beim Patienten erbracht werden.

Quelle: (Craig, 2007 Seite 110; Übersetzung der Verfassung)